Wachsen Erdnüsse wirklich in der Erde?

Jedes Kind kennt sie. Doch wie und wo Erdnüsse gedeihen, ist selbst für viele Erwachsene ein Rätsel. Wir verraten Ihnen, warum die Pflanze ihren Namen verdient.

Erdnüsse wachsen unter der Erde

Anders als es ihr Name vermuten lässt, handelt es sich bei der Erdnuss (Arachis hypogaea) nicht um eine Nuss, sondern um eine Hülsenfrucht. Was ihr Name dennoch verrät: Erdnüsse wachsen tatsächlich unterirdisch.

Hat sich das 50 bis 80 Zentimeter hohe Erdnusskraut selbst bestäubt, neigen sich die Stängel nach unten und wachsen in den Boden ein. Je zwei bis drei Kerne werden dort von einer netzartigen, holzähnlichen Hülle geschützt.

Von Juli bis September ist Erntezeit. Die Pflanzen werden dann im Ganzen aus dem Boden genommen und getrocknet. Dabei ist es wichtig, den geeigneten Zeitpunkt abzupassen. Denn hatte die Pflanze zu viel Zeit zu reifen, dann lösen sich die Früchte beim Ernten von der Pflanze und bleiben in der Erde stecken.

Produkte aus Erdnüssen sind in vielen Ländern beliebt. In den USA gehört beispielsweise Erdnussbutter traditionell auf das Sandwich. Und auch in der ostasiatischen Küche ist die Erdnuss nicht wegzudenken. Denn zu Wokgerichten wird häufig Erdnussöl verwendet, das einen charakteristischen Geschmack hat und viel Hitze verträgt.

Was tun bei einer Erdnussallergie?

Bis zu einem Prozent der Kinder in Deutschland hat eine Erdnussallergie. Die Symptome der Allergie treten meistens direkt oder wenige Stunden nach dem Essen von Erdnüssen auf. Dafür reichen manchmal schon geringe Mengen aus.

Je nach Schwere der Allergie können Betroffene auch unter folgenden Beschwerden leiden:

Kopfschmerzen
Juckreiz
Schwellungen
Asthmaanfälle
Bauchkrämpfe
Übelkeit und Erbrechen
Durchfall

Es kann aber auch zu einem anaphylaktischen Schock kommen, der tödlich enden kann.

Eine heilende Therapie gibt es bislang nicht. Allerdings weisen Ergebnisse einer Australischen Studie darauf hin, dass eine Erdnussallergie in Zukunft möglicherweise heilbar sein könnte. Bis dahin bleibt Menschen mit einer Erdnussallergie nur, Erdnüsse möglichst zu meiden.

Wo Erdnüsse wachsen

Das Ursprungsgebiet der Erdnuss liegt in Südamerika. Am längsten wird die Hülsenfrucht in Peru kultiviert: Funde belegen, dass die Erdnuss dort bereits seit 7.800 Jahren angebaut wird. Aber auch in Brasilien, Argentinien und anderen Regionen des südamerikanischen Kontinents werden Erdnüsse landwirtschaftlich genutzt. Außerdem zählen die USA in Nordamerika zu den Hauptanbaugebieten.

In den Zeiten des Sklavenhandels gelangte die Hülsenfrucht auch nach Afrika, wo sie bis heute im Sudan und im Senegal angebaut wird. Erdnüsse wachsen auch in Indien und China.