Sorge über die Entwicklungen in Venezuela

Die jüngste Wendung in der anhaltenden Krise in Venezuela „machen den dringend notwendigen Dialog noch schwieriger“, hat der UN-Generalsekretär António Guterres gesagt.

Neben rivalisierenden Präsidenten hat das Land nun zwei konkurrierende Sprecher der Nationalversammlung. Der Oppositionsführer Juan Guaidó wurde am Sonntag daran gehindert, an der Abstimmung über einen neuen Sprecher der Nationalversammlung teilzunehmen. Während sich sein Konkurrent Luis Parra selbst zum Sprecher erklärte, wählten die Oppositionsmitglieder in einer separaten Sitzung an diesem Tag Guaidó wieder.

Guaidó, der bisherige Sprecher der Nationalversammlung, welcher sich im Januar als Übergangspräsident ernannte, hatte gehofft, wiedergewählt zu werden.

Der Generalsekretär rief alle Seiten dazu auf, unverzüglich Schritte zum Abbau der Spannungen zu unternehmen und auf eine friedliche und nachhaltige Lösung der politischen Krise hinzuarbeiten. In Verbindung mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch hat die politische Krise mehr als 4,6 Millionen Venezolaner gezwungen, das Land zu verlassen.