Kolumbien: Escobars Flusspferde kacken zu viel

Sie gelten als größte invasive Tierart der Welt: Flusspferde in Kolumbien, in Südamerika. Denn die Hippos im Río Magdalena haben da von Natur aus nichts zu suchen.

Sie sind eine Hinterlassenschaft aus dem Privatzoo des berüchtigten Drogenbosses Pablo Escobar. Nach dessen Tod konnten sich die Tiere unbeaufsichtigt vermehren. Heute, nach rund 25 Jahren, leben etwa 80 Tiere in der Region und Fachleute schätzen, dass es noch viel mehr werden.

Jetzt beschreiben Forschende im Fachmagazin Ecology, dass die Flusspferde einen massiven Einfluss auf das Ökosystem haben, in das sie eigentlich nicht rein gehören. Das liegt vor allem an den Ausscheidungen der Pflanzenfresser. Denn die Flusspferde transportieren damit große Menge Biomasse vom Land in den Fluss – in Form von Exkrementen. Für das Ökosystem am Río Magdalena bedeutet das laut Studie ein Überangebot an Nährstoffen – und damit ein Ungleichgewicht.