Nord- und Südamerika: Verhaltene Entwicklung

Unterdurchschnittliche Zuwachsraten
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Das Incoming-Geschäft für den amerikanischen Kontinent kennzeichnet nach wie vor ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Das Gros des deutschen Besucheraufkommens entfällt nach wie vor auf Nordamerika, in erster Linie natürlich auf die USA, den mit gut zwei Millionen Einreisen mit Abstand wichtigsten Fernreisemarkt der Deutschen.

Daran vermag auch die Tatsache nichts zu ändern, dass die deutschen Gästezahlen Richtung USA 2019 im dritten Jahr in Folge stagnierten. Der nördliche Nachbar Kanada holt auf, seit 2013 stieg die jährliche Gästezahl aus Deutschland immerhin um 100.000. 2019 gab es allerdings für das Ahornland ähnlich wie im Jahr zuvor nur -ein mageres Plus – Kanada stößt in der Hauptsaison mancherorts an seine Kapazitätsgrenzen.

Doch auch der Süden des Kontinents macht keine großen Sprünge: Lediglich Argentinien, Ekuador, Kolumbien, Peru und Paraguay machten nennenswert Boden gut – ebenso wie der touristische Zwerg Guyana, wo jeder einzelne zusätzliche deutsche Gast die Zuwachsraten nach oben treibt.

Südamerikas Reiseländer litten 2019 vor allem unter den politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und Krisen in der Region. Dazu zählen vor allem die politischen Unruhen in Venezuela und Bolivien, aber auch die anhaltende Wirtschaftskrise in Argentinien, die etwa bei den Nachbarn Uruguay und Chile zu deutlichen Rückgängen bei den Einreisen geführt hat.

Unterdurchschnittliche Zuwachsraten

Insgesamt ging der Reiseverkehr innerhalb Südamerikas deutlich zurück. Das schlägt sich auch in den Zahlen der Welttourismusorganisation nieder. Die UNWTO kommt für die Länder des gesamten Kontinents, also einschließlich Nordamerika, lediglich auf ein Wachstum von zwei Prozent bei den grenzüberschreitenden Ankünften. Der Kontinent bildet damit das Schlusslicht im globalen Vergleich: Weltweit lag das Wachstum bei vier Prozent.