Hilfswerk Adveniat: Große Spendenbereitschaft für Südamerika

Hilfswerk Adveniat: Große Spendenbereitschaft für Südamerika

 
 
 

– Katholisches Hilfswerk legt Jahresbericht vor
– Spenden für Südamerika gestiegen
– Besonders Venezuela-Krise im Fokus

Das deutschlandweite katholische Lateinamerikahilfswerk Adveniat mit Sitz in Essen hat erstmals seit vielen Jahren wieder etwas mehr Geld in seiner Weihnachtskollekte eingenommen. 24.830.000 Millionen Euro kamen an den beiden Weihnachtsfeiertagen in den katholischen Kirchen in Deutschland zusammen – rund 40.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Zu der Weihnachtskollekte kommen noch Einzelspenden über das Jahr verteilt. Damit liegt das Hilfswerk bei Gesamteinnahmen von knapp 47 Millionen Euro. Mit diesen konnte Adveniat mehr als 1.900 Projekte fördern, so die Verantwortlichen am Donnerstag (02.05.2019) in Essen bei der Vorlage der Bilanz.

Not durch Venezuela-Krise

Adveniat-Geschäftsführer Stephan Jentgens lobte die hohe Spendenbereitschaft im vergangenen Jahr. Das Geld sei jedoch auch bitter nötig: „Die Menschen in Lateinamerika und der Karibik brauchen unsere Aufmerksamkeit, Solidarität und Spendenbereitschaft.“

Vor dem Hintergrund der sich immer weiter verschärfenden humanitären Krise in Venezuela habe Adveniat die Zahl der Projekte dort auf 116 gesteigert, so Jentgens weiter. Im kommenden Advent werde man in den deutschen Kirchen ganz sicher von Hunger, Flucht und fehlender Gesundheitsversorgung hören, aber eben auch von den Hoffnungszeichen und Hoffnungstaten in den Krisengebieten.

Wandel in Südamerika

Über einen Wandel in der katholische Kirche in Südamerika berichtete Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck. Weil es immer weniger Geistliche und Ordensleute in zum Teil großflächigen Bistümern gebe, könnten viele Gläubige nur wenige Male im Jahr an einer Messe teilnehmen.

In der Amazonas-Synode, die Papst Franziskus für Oktober in Rom einberufen hat, soll deshalb diskutiert werden, ob auch verheiratete Männer für das Priesteramt zugelassen werden, und ob mehr Ämter an Frauen vergeben werden können.