Venezuelas Präsident warnt vor „Vietnam“ und Bürgerkrieg in Südamerika

Venezuela's President Nicolas Maduro pauses as he speaks during a news conference at Miraflores Palace in Caracas, Venezuela December 12, 2018. REUTERS/Marco Bello

 
 
 

Seit Tagen berichten die Mainstream-Medien nur noch über ein Thema: Der Machtkampf in Venezuela. Präsident Maduro wird als grausamer Folterer, Mörder und Vergewaltiger eines sozialistischen Regimes in Venezuela hingestellt. Die UNO soll von „grauenhaften“ Folterungen berichtet haben. Zudem wollen Nachbarstaaten Präsident Maduro vor den Internationalen Gerichtshof stellen, so das Narrativ des Mainstreams.

Außenminister Heiko Maas (SPD) warf Maduro vor, gegen Standards von Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit zu verstoßen. Maduro habe das erdölreichste Land der Welt in den Abgrund geführt. Angesichts dessen könne man nicht neutral bleiben, twitterte Maas und bekräftigte die politische Unterstützung Guaidós durch die Bundesregierung.

Inzwischen haben sich zwei Fronten gebildet. Der selbsternannte und von den Leitmedien unterstützte „Interimspräsident“ Juan Guaidó, der bereits von den USA und der EU „anerkannt“ wurde, gegen den aktuellen Präsidenten Nicolás Maduro. Seitdem sich allerdings abzeichnete, dass Maduro nicht gedenkt, das Feld kampflos zu räumen, wurde in den Medien versucht, die „richtige“ Stimmung zu erzeugen.

Der Machtkampf spitzte sich in Venezuela zu. Der Oberste Gerichtshof hatte veranlasst, dass die Bankkonten des selbsternannten Interimspräsidenten Guaidó eingefroren werden. Zudem wurde gegen den Oppositionsführer eine Ausreisesperre verhängt.

Maduro warnte zudem die USA vor einem militärischen Eingreifen in seinem Land. In einer Videobotschaft, die mit englischen Untertiteln versehen war, wandte sich Maduro an das „amerikanische Volk“. Darin forderte er die Amerikaner auf, sich gegen eine militärische Intervention ihrer Regierung zu stellen. Ansonsten drohe in Venezuela ein Krieg, der „schlimmer als Vietnam“ werde.

Maduro warf den US-Medien vor, „psychologische Kriegsführung mittels falscher medialer Bilder“ zu führen. Diese „Kampagne“ sei vorbereitet worden, um einen Staatsstreich herbeizuführen und zu rechtfertigen. Das Interesse der USA liege lediglich nur in den reichen Bodenschätzen des Landes, so Maduro. Venezuela hat die größten Erdölvorkommen und die viertgrößten Erdgasreserven der Welt. Zudem ist Venezuela reich an Goldminen.

Indes meldete sich auch die italienische Regierung zu Wort. Der stellvertretende Außenminister Di Stefano sagte, dass Italien den Oppositionellen Guaidó nicht als venezolanischen Interimspräsidenten anerkenne. Rom vertrete eine Politik der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten. Das Prinzip der „Nichteinmischung“ sei von den Vereinten Nationen anerkannt. Damit distanziert sich Italien erneut von der Politik Merkels und der EU-Kommission in Brüssel.