Internet: Erstes Seekabel zwischen Europa und Südamerika wird gebaut


 
 
 

Gestern wurde bekannt gegeben, dass der Vertrag über den Bau des ersten Seekabels zwischen Europa und Südamerika in Kraft getreten ist. Die Europäische Kommission finanziert das Projekt, das 2020 fertig sein soll, mit 26,5 Millionen Euro.

Gestern wurde auf der Webseite von Ellalink bekannt gegeben, dass der Vertrag über das gleichnamige Seekabel gestern in Kraft getreten ist und mit dem Bau begonnen wird. Das Kabel soll hierbei an die Rechenzentren in Madrid, Lissabon, Marseille, Fortaleza und São Paulo angebunden werden und eine Verbindungsgeschwindigkeit von 72 TBit/s erreichen. Ellalink soll schon im Jahr 2020 in Betrieb genommen werden. Zum Vergleich: Das Seekabel zwischen den USA und Europa namens ‚Marea‘, welches im Jahr 2017 eingeweiht wurde, kommt alleine schon auf 160 Tbit/s.

Nichts desto trotz dürfte der Bau dieser Leitung dazu führen, dass das südamerikanische und das europäische Netz deutlich schneller miteinander verbunden sein wird. Darüber dürfte sich besonders die Industrie freuen, für die in Zeiten von Globalisierung und internationalen Produktionsketten eine schnelle Internetverbindung zwischen den Kontinenten essentiell ist.

Den größten Anteil bei der Finanzierung trägt hierbei die Europäische Kommission, die insgesamt 26,5 Millionen Euro in das Projekt steckt. Ursprünglich war der Start des Projekts schon für 2016 angesetzt, doch kam es aufgrund von Verzögerungen erst jetzt zum Baubeginn.