PAPST WILL VERTRETER INDIGENER VÖLKER IN SÜDAMERIKA TREFFEN


 
 
 

Auf seiner Reise nach Chile und Peru Mitte Januar will Papst Franziskus mit Vertretern mehrer indigener Volksgruppen sprechen, die noch immer um Anerkennung ihrer kulturellen Identität kämpfen.

Papst Franziskus will in Chile und Peru mit Indigenen zusammentreffen. Er habe darum gebeten, während seines Besuchs in beiden Ländern Mitte Januar im südchilenischen Temuco mit Vertretern der Region Araukanien sprechen zu können. Das sagte ein Sprecher der chilenischen Organisatoren der Reise, Arturo Hernandez Salles, dem vatikanischen Pressedienst Fides am Freitag. Ein weiteres Treffen ist in Puerto Maldonado im peruanischen Amazonasgebiet geplant. Franziskus bricht am 15. Januar zu der einwöchigen Visite auf.

Der Papst wolle „die lokale Realität direkt an der Quelle kennenlernen“, sagte Hernandez, Sprachwissenschaftler und ausgewiesener Mapuche-Experte an der Katholischen Universität Temuco. Araukanien ist das Kerngebiet der rund 1,7 Millionen Mapuche. Das in Chile und Argentinien lebende indigene Volk kämpft noch immer um die Anerkennung seiner kulturellen Identität und seinen angestammten Landbesitz. In den vergangenen Jahren gab es wiederholt gewaltsame Konflikte um die land- und forstwirtschaftliche Nutzung ihres Gebiets.

In Peru sind die teils isoliert lebenden indigenen Völker im Amazonasgebiet durch die Ausbeutung von Bodenschätzen und die Gewinnung von Edelhölzern bedroht. Wie Fides unter Berufung auf die nationale Bischofskonferenz meldete, sollen neun Vertreter der Amazonas-Völker während eines privaten Essens mit dem Papst sprechen können. Weiter ist eine Begegnung mit 3 500 Indigenen im Sportpalast Coliseo Madre de Dios in Puerto Maldonado geplant. Die Treffen finden mit Blick auf eine internationale Bischofssynode zu Amazonien statt, die Franziskus für 2019 einberufen hat.