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Das Hitler-Rätsel von Buenos Aires

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29. Juni 2017 Argentinien / Buenos Aires - In argentinischen Medien ist schon die Rede davon, dass Adolf Eichmann oder Josef Mengele die Hitler-Büsten und Reichsadler nach Argentinien eingeführt hätten. Noch nie sind dort derart viele Relikte mit Bezug zum Nationalsozialismus aufgetaucht - das lässt nun die Fantasien blühen. Eine Spur nach dem Fund der Polizei bei einem Antiquitätenhändler führt nach Deutschland. Viele der in einem Vorort von Buenos Aires beschlagnahmten Objekte sind mit dem Fabrikationsstempel des 1865 gegründeten und damals auf Militärmesser spezialisierten Solinger Unternehmens Carl Eickhorn gekennzeichnet, unter ihnen ein großer Reichsadler mit Hakenkreuz auf einem Marmorsockel. Eickhorn produzierte damals viel für SA und SS. Er könne nicht ausschließen, dass es sich um Sonderanfertigungen für Nazi-Größen handele, sagt der heutige Betriebsleiter von Eickhorn, Martin Bardelle. «Wenn vom Kunden ein solcher Wunsch kam, wird man ihn wohl erfüllt haben.» Es habe wohl auch Sonderanfertigungen für Adolf Hitler gegeben. Genauso gut könnten es aber Fälschungen sein. Leider sei das Firmenarchiv lückenhaft - es gab mehrere ...

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Rios Samba-Karneval droht 2018 auszufallen

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26. Juni 2017 Brasilien / Rio de Janeiro - Wegen der schweren Finanzkrise in Rio de Janeiro ist die kommende Auflage des weltbekannten Samba-Karnevals akut bedroht. Bürgermeister Marcelo Crivella bestätigte am Montag, dass er den Zuschuss für 2018 um die Hälfte kürzen will - von zwei Millionen Reais (545.000 Euro) auf eine Million (272.000 Euro). «Ich kann nicht anders, ich bin dazu gezwungen, wegen der Umstände», sagte er nach Angaben des Portals «O Globo». Die Liga der Sambaschulen hatte zuvor gedroht, dass die traditionellen Paraden im Sambódromo dann nicht stattfinden könnten, da die Schulen selbst auch stark sparen müssen. Crivella, ein früherer Sektenbischof von der «Universalkirche des Königreichs Gottes», ist seit 2017 Bürgermeister der Olympiastadt von 2016. Schwarzen warf er schon mal vor, zu viel Cachaça-Schnaps zu trinken, Homosexuelle sieht er als «Opfer eines schrecklichen Übels». Auch den Karnevalsfeierlichkeiten kann er nicht viel ...

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Der Fluch des Quinoa-Rausches

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23. Juni 2017 Bolivien / Challapata - Der junge Mann hat längst aufgegeben, er will fortziehen und holt sich nun Ratschlag beim US-Präsidenten. Im Bus nach Challapata im bolivianischen Hochland ist er vertieft in das Buch «Donald Trump: 101 Wege zum Erfolg. Wie man eine Idee in eine Geldmaschine verwandelt». Bis vor kurzem dachten sie auch in Challapata, sie hätten hier mit einem kleinen eiweißreichen Korn die Geldmaschine gefunden. Weltweit explodierte der Quinoapreis. Es ist Markttag. Eine Schotterfläche, zwei Fußballplätze groß, im Hintergrund schneebedeckte Andenberge. Bis letztes Jahr war hier der ganze Platz voll mit bunten Säcken. Darin schwarze, gelbe und rote Quinoa - die Pflanze aus der Gattung der Gänsefüße, auch bekannt als «Inkakorn», gilt als «Superfood», sehr nährstoffreich. Früher wurde es fast nur von der Urbevölkerung in den Anden gegessen, hier auf 3800 Meter Höhe ist das traditionelle Anbaugebiet der ...

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Auf Humboldts Spuren in Venezuela, 2. Teil

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Am Morgen stand eine Bootsfahrt auf dem Programm: Wasserwege, undurchdringlicher Dschungel auf beiden Seiten und Vögel, unendliche Scharen an Land- und Wasservögeln, plötzlich eine Familie Riesenotter, National Geographic live. Wie soll man diese Vielfalt beschreiben ohne in Unglaubwürdigkeit abzudriften? Es ist für uns Europäer fast nicht nachzuvollziehen, welch unglaubliche Menge an Tieren es hier zu sehen gibt. Unser Llanos-Guide Rafaelo hatte einen Eimer Rinderfett mitgenommen, um zu zeigen wie Kaimane aus dem Wasser springen, um die Beute zu holen. Ein Stock, ein Stück Rinderfett, ein paarmal damit aufs Wasser klopfen und… nein, kein Kaiman tauchte auf, sondern gleich fünf Schildkröten, die auch was Leckeres wollen. Ein paar Meter weiter, eine Angel, ein Stück Rinderfett und eine halbe Minute später hatten wir einen roten Piranha an der Angel – alle halten einmal den Fisch und schießen ein Foto! Wir fahren nah ans Ufer mit dem Boot, was sitzt da in den Büschen? Eine Familie Hoatzin’s, diese Vögel gibt es nur in Südamerika. Dies ist schon ein kleiner Blick in den Garten ...

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Deutsche in Argentinien: Eine bewegte Geschichte

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17. Juni 2017 Argentinien / Buenos Aires - Seit 1857 gibt es offizielle Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien. Für viele deutsche Siedler wurde das Land am La Plata zu einem Sehnsuchtsort. Zeitweise lebten über 250 000 Deutschstämmige dort. Deutsche Ingenieurskunst genießt bis heute hohes Ansehen. Mit der Machtübernahme Adolf Hitlers in Deutschland wurde Buenos Aires plötzlich zum Schauplatz erbitterter Konflikte zwischen dessen Anhängern, geflüchteten Juden und Exilanten. Deutsche Schulen, wie die Goethe-Schule in Buenos Aires, wurden gleichgeschaltet - aus Protest gründete der Herausgeber des Argentinischen Tageblatts (AT), Ernesto Alemann, die Pestalozzi-Schule. Es kam sogar zum deutschen «Pressekrieg» in Argentinien. Das AT bezeichnete die Deutsche La Plata Zeitung als «subventioniertes Goebbelsorgan», Redakteure des AT wurden zusammengeschlagen. 1944 wurde die vom Deutschen Reich unterstützte La Plata Zeitung verboten. Auch über eine eigene Auslandsnachrichtenagentur, Transocean, versuchte Hitler am La Plata Propaganda zu ...

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