Willkommen
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
prev
next

Stichwahl entscheidet über neuen Präsidenten in Ecuador

News image

26. Februar 2017 Ecuador / Quito - Der Nachfolger des nach zehn Jahren aus dem Amt scheidenden ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa wird in einer Stichwahl ermittelt. Nach Auszählung aller Stimmen kommt der linke Regierungskandidat Lenín Moreno auf 39,3 Prozent der Stimmen. Auf den konservativen Gegenkandidaten Guillermo Lasso entfielen 28,1 Prozent. Die zweite Runde zwischen Moreno und Lasso wird am 2. April stattfinden. Moreno, unter Correa bis 2013 Vizepräsident, verpasste nur sehr knapp den Sieg schon in der ersten Runde. Mit 40 Prozent der Stimmen und einem Vorsprung von zehn Prozentpunkten auf den Zweitplatzierten wäre er direkt in den Präsidentenpalast eingezogen. Correa hat Ecuador zehn Jahre regiert. Er setzt auf einen Wahlsieg Morenos, damit seine sogenannte Bürgerrevolution fortgesetzt ...

Read more ...

Samba und Soldaten: Rios Karneval als Parallelwelt

News image

23. Februar 2017 Brasilien / Rio de Janeiro - Das «Bom Dia» («Guten Tag») wird dieser Tage abgelöst vom «Bom Bloco» («Guten Umzug»). Es ist fast unmöglich, den Überblick zu behalten, wer beim Karneval wann wo durch Rio de Janeiro zieht. Schon lange vor dem offiziellen Start am Freitag (24.2.) mit der Übergabe des Stadtschlüssels an König Momo, seine Karnevalskönigin und seine Prinzessinen gibt es seit Tagen Samba-Umzüge. Der Karneval ist dieses Jahr auch eine Ablenkung von großen Problemen - er ist eine Parallelwelt. Die Cariocas, die Bewohner Rio de Janeiros, lieben das Feiern, aber der Kater von der letzten großen Sause ist noch lange nicht verklungen. Sinnbildlich dargestellt durch 9000 Soldaten, die schwer bewaffnet derzeit patrouillieren, weil es im Polizeiapparat gärt. Die Stadt hat sich mit den Milliardenkosten der Olympischen Spiele übernommen - Gehälter wurden, wenn, oft erst sehr verzögert gezahlt, die Sicherheitslage etwa in Favelas hat sich stark ...

Read more ...

Ecuador: «Dollar»-Land am Äquator mit viel Öl

News image

Ecuador ist das einzige Land in Südamerika, in dem der US-Dollar die offizielle Währung ist. Neben Vulkanen und den Galapagosinseln lockt auch ein Teil des Amazonasgebiets vor allem naturinteressierte Touristen an. Das Land grenzt an Kolumbien im Norden, im Süden und Osten an Peru und hat 16,2 Millionen Einwohner. 85 Prozent sind katholisch, es gibt viele indigene Gemeinschaften. Durch die Förderung von Ölvorkommen hat Ecuador einen erheblichen Modernisierungsschub erlebt: Neue Straßen, Schulen und Krankenhäuser wurden gebaut. Als der Ölpreis fiel, schwächte sich das Wachstum ab. Es wurden daher zeitweise Schutzzölle von 45 Prozent auf Importwarten zum Beispiel aus der EU erhoben, um den Kauf inländischer Produkte zu stärken. Ein Viertel der Beschäftigten arbeitet im Agrarsektor. Ecuador ist einer der größten Exporteure von Blumen und Bananen, zudem setzt es auf hochwertigen Kakao und den Export von ...

Read more ...

Caracas und das Kokain-Kartell

News image

17. Februar 2017 Venezuela / Caracas - Tareck El Aissami ist ein studierter Kriminologe, dessen Biografie für einen 42-Jährigen reichlich schillernd ist. Mit 33 Jahren Innenminister, seit Januar Vizepräsident Venezuelas. Und zugleich wirkt er sehr undurchsichtig, wie so vieles in Venezuela, wo das Militär und die seit 1999 regierten Sozialisten eisern die Zügel in der Hand halten. Aber langsam setzt sich ein Bild zusammen. Die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump holt nun zum großen Schlag gegen ihn aus. Der Vorwurf ist ungeheuerlich, der zweite Mann im Staate soll quasi der oberste Drogendealer sein. Die Beweise sind laut US-Finanzministeriums erdrückend. Jahrelang wurde ermittelt. Es geht um den Verdacht, dass El Aissami den Handel via Venezuela in die USA aktiv gefördert hat. Einer Gulfstream 200-Maschine, die ihm gehören soll, wurde die Fluglizenz für die USA entzogen - wurde hiermit etwa Kokain transportiert? Zudem wurde ein ganzes Geflecht an Firmen mit Sanktionen belegt; sein Vermögen in den USA ...

Read more ...

Ärger wegen Homo-Ehe: Argentiniens Kirche bricht mit Pfadfindern

News image

15. Februar 2017 Argentinien / Buenos Aires - Argentiniens katholische Kirche hat mit dem örtlichen Ableger der Pfadfinderbewegung wegen Unterstützung der Homo-Ehe gebrochen. Das weltweit agierende Jugendnetzwerk sei vor Monaten gewarnt worden, schrieb der Erzbischof von Buenos Aires, Mario Poli, in einem am Samstag publik gewordenen Brief. In den neuen Lehrbüchern des argentinischen Pfadfinderverbandes sei die klassische Definition der Ehe als Bund von Mann und Frau durch eine neue Formulierung - Bund zweier Personen - ersetzt worden, klagte Poli. Damit sei ein Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gebe. Die Kirche werde nun eine eigene katholische Jugendbewegung unterstützen, schrieb Poli. Der 69-jährige Kardinal leitet seit 2013 das frühere Erzbistum von Papst ...

Read more ...