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Argentinien plant Linienflüge in die Antarktis

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Touristen sollen ab 2018 von Argentinien aus in die Antarktis fliegen können. Die Landebahn des argentinischen Stützpunktes Marambio vor der Antarktis-Halbinsel soll mit einer Radaranlage für den sicheren Anflug von Linienflügen ausgestattet werden, wie die Zeitung «La Nación» am Dienstag berichtete. Die Flugverbindung soll mit Turboprop-Maschinen der staatlichen Gesellschaft LADE betrieben werden. Marambio liegt rund 3330 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires. Auf dem Stützpunkt sollen rund zehn Prozent der vorhandenen Unterkünfte für Touristen zur Verfügung stehen, sagte der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Walter Ceballos, der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit können bis zu 150 Menschen auf Marambio wohnen. Auch andere argentinische Antarktis-Stationen könnten Besucher empfangen, sofern dies nicht die wissenschaftliche Arbeit beeinträchtige. Alle Umweltschutz-Vorgaben der Antarktisverträge sollen bei dem Tourismus-Projekt eingehalten werden, erklärte ...

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Die «Bachaqueros» und die Schlangen von Caracas

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27. Juli 2016 Venezuela / Caracas- Die Anbahnung des Treffens ist konspirativ. Per WhatsApp nennt Bryan, so der falsche Name, schließlich ein Café im gehobenen Viertel Altamira der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Seine Frau hat gerade die zweite Tochter zur Welt gebracht, die andere ist neun Jahre alt. «Ich muss etwas aufpassen», entschuldigt er sich. Der 30-Jährige ist ein gut verdienender «Bachaquero», ein Krisengewinner in dem gebeutelten Land, in dem das Sozialismusprojekt völlig aus dem Ruder gelaufen ist. So sehr, dass zuletzt zehntausende Venezolaner eine Grenzbrücke zu Kolumbien stürmten, um angesichts der nach Grenzkonflikten nur kurzfristig geöffneten Grenze im Nachbarland viele Lebensmittel, Medikamente und andere Dinge einkaufen zu können. «Es gibt tausende Bachaqueros», sagt Bryan. Das Wort, übersetzt Schwarzmarkthändler, dürfte das Zeug zum Wort des Jahres in dem am Rand des Ruins stehenden Landes haben. Vor ein paar Minuten ist ein schwarzer Audi am Café vorgefahren, ein Mann kam heraus, überreichte eine Kiste mit Thunfischdosen, der Wagen fuhr weg. Bryan arbeitet als Verkaufsagent für Kinderkleidung, er verdient damit 60 000 Bolivares im Monat, nach dem Schwarzmarktkurs sind das rund 60 US-Dollar. Nun verdient er 200 000 Bolivares zusätzlich, dank des ...

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Fünf Wochen Bolivien - Eine Reise über alle Berge, Teil VI: Richtung Chussi

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Den folgenden Tag marschieren wir durch lichteren Dschungel, der uns nicht mehr das letzte abfordert, wir queren etliche Bäche, in denen wir unseren Durst stillen können, die Macheten gebrauchen wir nur noch selten. Nach Tagesmitte ermöglicht uns ein halb zugewachsener Trampelpfad aufrecht zu gehen. Paolino und ich hören hoch oben im Geäst einen Chorro-Affen schnattern, bevor wir ihn sehen können wirft er uns erschrocken eine angeknabberte Frucht vor die Füße und haut ab. Hier wird gejagt, deshalb das Misstrauen! Bald werden wir Menschen treffen, Neuigkeiten erfahren, andere Gesichter sehen. Wir sind richtig aufgeregt. 30 Minuten später bestaune ich einen hohen, in Reih und Glied gepflanzten Bambuswald. In der Wildnis wächst alles scheinbar zufällig durcheinander, jede von Menschenhand geschaffene Ordnung fällt dem sensibel gewordenen Auge sofort auf. Gleich hinter dem Bambus betreten wir eine Bananenpflanzung und sehen eine von Moskitos umschwärmte Muttersau mit drei Ferkeln. Wir sind in Kattuaya, einer kleinen Farm am Waldrand. Die 70-jährige Frau Yanaguaya begrüßt uns ohne Furcht, sie kennt mich. Ihr Sohn José ist zum Arbeiten in die weit entfernte Goldmine Loricani gegangen. Außer der alten Frau und ihrem 19-jährigen Sohn wohnt hier niemand. Für einen jungen Burschen wie José, der auf Kattuaya lebt wie Robinson, muß Loricani schlimm sein. Aber Gold zu schürfen ist für ihn und viele andere die einzige Möglichkeit, sich Geld zu verdienen, Fluch und Segen in ...

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Hafenstreit: Spannungen zwischen Chile und Bolivien

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20. Juli 2016 Chile / Santiago de Chile - Nach einem umstrittenen Besuch von Boliviens Außenminister David Choquehuanca in den chilenischen Häfen Arica und Antofagasta will Chile dem Nachbarland keine diplomatische Visumfreiheit mehr erteilen. Außenminister Heraldo Muñoz erklärte, es sei die Souveränität Chiles missachtet worden. Choquehuanca hatte den Besuch zu Attacken genutzt und gesagt, Chile halte Verpflichtungen eines Vertrages von 1904 nicht ein, der freien Transitverkehr für Güter von einigen chilenischen Häfen von und nach Bolivien vorsieht. Bolivien hatte im Salpeterkrieg (1879-84) seinen Meerzugang zum Pazifik an Chile verloren. Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag läuft ein Prozess gegen Chile, um Verhandlungen über einen souveränen Meerzugang zu erzwingen. Seit vielen Jahren ist die Wiedererlangung eines Meerzugangs das wichtigste außenpolitische Ziel. Präsident Evo Morales warnte vor einer diplomatischen ...

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Die Raubritter von der Copacabana

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17. Juli 2016 Brasilien / Rio de Janeiro- Eigentlich fängt der Tag für Celmo Mantovani nicht schlecht an. Sein Revier, die Copacabana, zeigt sich von der allerbesten Seite. Es ist 5.30 Uhr, die aufgehende Sonne zaubert einen rötlich-goldenen Horizont, darunter die schwarze Silhouette des Zuckerhuts. Der Fischer schiebt mit ein paar Kollegen das 23 Jahre alte Boot, die «El Shaday», ins Meer. Stotternd springt der Motor an. Was für ein Tag, ein fast kitschiges Postkartenmotiv. Die Sonne geht als goldener Ball auf, der Blick auf die malerische Küste mit den sanft geschwungenen Bergen. Ein Traum, hier rauszufahren, hier zu arbeiten. Aber heute wird es für Celmo eine böse Überraschung geben. Ganz hinten am Ende der Bucht von Copacabana, für die meisten Touristen versteckt und kaum zu sehen, liegen die paar Fischerboote der letzten Fischer von Copacabana nahe des Forts. Mit fünf kleinen armseligen Häusern ist hier wohl auch die kleinste Favela Rios. Die Kolonie Z13 hat eine jahrhundertelange Tradition. Wie lange werden sie noch durchhalten in diesen Kampf David gegen Goliath? Gegen die großen Kutter, gegen die die kleinen Fischer kaum eine Chance ...

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