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Der Fluch des Quinoa-Rausches

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23. Juni 2017 Bolivien / Challapata - Der junge Mann hat längst aufgegeben, er will fortziehen und holt sich nun Ratschlag beim US-Präsidenten. Im Bus nach Challapata im bolivianischen Hochland ist er vertieft in das Buch «Donald Trump: 101 Wege zum Erfolg. Wie man eine Idee in eine Geldmaschine verwandelt». Bis vor kurzem dachten sie auch in Challapata, sie hätten hier mit einem kleinen eiweißreichen Korn die Geldmaschine gefunden. Weltweit explodierte der Quinoapreis. Es ist Markttag. Eine Schotterfläche, zwei Fußballplätze groß, im Hintergrund schneebedeckte Andenberge. Bis letztes Jahr war hier der ganze Platz voll mit bunten Säcken. Darin schwarze, gelbe und rote Quinoa - die Pflanze aus der Gattung der Gänsefüße, auch bekannt als «Inkakorn», gilt als «Superfood», sehr nährstoffreich. Früher wurde es fast nur von der Urbevölkerung in den Anden gegessen, hier auf 3800 Meter Höhe ist das traditionelle Anbaugebiet der ...

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Auf Humboldts Spuren in Venezuela, 2. Teil

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Am Morgen stand eine Bootsfahrt auf dem Programm: Wasserwege, undurchdringlicher Dschungel auf beiden Seiten und Vögel, unendliche Scharen an Land- und Wasservögeln, plötzlich eine Familie Riesenotter, National Geographic live. Wie soll man diese Vielfalt beschreiben ohne in Unglaubwürdigkeit abzudriften? Es ist für uns Europäer fast nicht nachzuvollziehen, welch unglaubliche Menge an Tieren es hier zu sehen gibt. Unser Llanos-Guide Rafaelo hatte einen Eimer Rinderfett mitgenommen, um zu zeigen wie Kaimane aus dem Wasser springen, um die Beute zu holen. Ein Stock, ein Stück Rinderfett, ein paarmal damit aufs Wasser klopfen und… nein, kein Kaiman tauchte auf, sondern gleich fünf Schildkröten, die auch was Leckeres wollen. Ein paar Meter weiter, eine Angel, ein Stück Rinderfett und eine halbe Minute später hatten wir einen roten Piranha an der Angel – alle halten einmal den Fisch und schießen ein Foto! Wir fahren nah ans Ufer mit dem Boot, was sitzt da in den Büschen? Eine Familie Hoatzin’s, diese Vögel gibt es nur in Südamerika. Dies ist schon ein kleiner Blick in den Garten ...

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Deutsche in Argentinien: Eine bewegte Geschichte

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17. Juni 2017 Argentinien / Buenos Aires - Seit 1857 gibt es offizielle Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien. Für viele deutsche Siedler wurde das Land am La Plata zu einem Sehnsuchtsort. Zeitweise lebten über 250 000 Deutschstämmige dort. Deutsche Ingenieurskunst genießt bis heute hohes Ansehen. Mit der Machtübernahme Adolf Hitlers in Deutschland wurde Buenos Aires plötzlich zum Schauplatz erbitterter Konflikte zwischen dessen Anhängern, geflüchteten Juden und Exilanten. Deutsche Schulen, wie die Goethe-Schule in Buenos Aires, wurden gleichgeschaltet - aus Protest gründete der Herausgeber des Argentinischen Tageblatts (AT), Ernesto Alemann, die Pestalozzi-Schule. Es kam sogar zum deutschen «Pressekrieg» in Argentinien. Das AT bezeichnete die Deutsche La Plata Zeitung als «subventioniertes Goebbelsorgan», Redakteure des AT wurden zusammengeschlagen. 1944 wurde die vom Deutschen Reich unterstützte La Plata Zeitung verboten. Auch über eine eigene Auslandsnachrichtenagentur, Transocean, versuchte Hitler am La Plata Propaganda zu ...

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Venezuela-Krise: Gebäude des Obersten Gerichtshofs angezündet

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14. Juni 2017 Venezuela / Caracas - Demonstranten haben mit Molotowcocktails ein Gebäude des Obersten Gerichtshofs in Venezuela angezündet. Über dem Gebäude in Caracas, in dem sich der Sitz des Direktoriums befindet, waren nach Medienberichten am Montag (Ortszeit) Flammen und dichter Rauch zu sehen. Nach einem Bericht des Portals «El Nacional» gab es drei Verletzte. Zuvor hatte das Gericht eine Beschwerde von Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Diaz gegen die Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung für unzulässig erklärt. Der sozialistische Präsident Nicolás Maduro will damit die tiefe Krise im Land mit den größten Ölreserven der Welt befrieden. Durch die geplante Zusammensetzung fürchtet die Opposition die endgültige Umwandlung in eine Diktatur. Ortega Diaz ist die prominenteste Kritikerin in den eigenen Reihen - sie hatte schon die zeitweise Entmachtung des von der Opposition dominierten Parlaments durch den Gerichtshof scharf ...

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Ende eines Großstadt-Zoos: Die Suche nach einer Zukunft für die Tiere

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10. Juni 2017 Argentinien / Buenos Aires - Über 140 Jahre lang war der Zoo im Zentrum von Buenos Aires eine der Hauptattraktionen für Familien. Die 1800 Tiere waren dem Andrang von täglich über 10.000 Menschen ausgesetzt, die sie nach Belieben fütterten und mit lauten Rufen oder Scheibenklopfen für Fotos anlockten. Nach harscher Kritik von Tierschützern setzte die Stadtverwaltung der Konzession des privaten Betreibers vor einem Jahr ein Ende. Der Zoo soll jetzt ein Ökopark werden. Knapp ein Jahr brauchte die Stadtverwaltung, um Ende Mai einen Plan zur Umgestaltung vorzustellen. Demnach sollen Tiere nur zur Arterhaltung und zur Rettung von verletzten oder gefangenen Exemplaren im Park verbleiben. Bis 2023 soll aus dem ehemaligen Zoo eine Forschungs- und Bildungsstätte zum Erhalt der Artenvielfalt werden. Die übrigen Tiere sollen möglichst in Freiheit entlassen oder in Freigehege verlegt werden. Nur wenn dies ihr Leben gefährdet, sollen sie unter besseren Bedingungen als bisher im Ökopark ihr Leben ...

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